Die Bezeichnung Chronometer hat wohl schon jeder Uhrenliebhaber mal gehört oder gelesen. Um dieses Gütesiegel zu erhalten, müssen Uhren ihre Präzision in strengen Tests unter Beweis stellen.

Hochwertige Uhren weisen nur geringe Gangabweichungen auf. Sind diese in Abhängigkeit von Lage und Temperatur besonders klein, so handelt es sich um ein Chronometer. Ein solches muss ganz spezielle Bedingungen erfüllen, die in der DIN 8319 und der ISO-Norm 3159 definiert sind.

Die bekannteste Institution, die entsprechende Zertifizierungen vergibt, ist das Institut Contrôle Officiel Suisse des Chronomètres (C.O.S.C.) in der Schweiz. Dort werden Schweizer Uhrwerke über mehr als zwei Wochen hinweg bei unterschiedlichen Temperaturen und in fünf verschiedenen Lagen getestet. Also mal mit der Zifferblattseite nach oben und mal nach unten sowie mit der Krone oben, unten und rechts. Dabei dürfen bestimmte festgelegte Werte bei der Gangabweichung nicht überschritten werden. In Deutschland erfolgt die Chronometer-Prüfung seit 2006 in der Sternwarte Glashütte. Hier werden allerdings fertige Uhren geprüft, wohingegen in der Schweiz die Werke vor dem Einschalen ins Gehäuse den umfangreichen Tests unterzogen werden.

Einige Marken haben weitere Kriterien definiert, die über die Chronometer-Zertifizierung durch Institute hinausgehen. Rolex gehört dazu. Die Uhren der Schweizer Marke müssen daher nach der offiziellen C.O.S.C.-Prüfung noch einmal ins Testlabor und dort noch strengere Normen erfüllen. Ihre Gangtoleranz etwa liegt bei minus zwei bis plus zwei Sekunden pro Tag, auch Wasserdichtheit, Automatikaufzug und Gangreserve müssen sich beweisen. Erst dann darf sich eine Rolex mit dem Siegel „Chronometer der Superlative“ schmücken. Diese tollen Uhren könnt ihr bei uns entdecken und höchstselbst nach euren ganz persönlichen Kriterien unter die Lupe nehmen.

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