Eine Uhr mit zweiter Zeitzone nennt man GMT-Uhr. Sie zeigt zwei Zeitzonen auf dem Zifferblatt an. Menschen, die viel reisen oder Freunde und Verwandte in aller Welt haben, wissen die Funktion sehr zu schätzen.

Eine Zeitzone beschreibt ein Gebiet, in dem überall die gleiche Uhrzeit gilt. Früher besaß jeder größere Ort seine eigene, nach dem Zenitstand der Sonne synchronisierte Uhrzeit. Stand die Sonne im Zenit, war es 12 Uhr. Mit dem Aufkommen der Eisenbahn wurde dieses System zu ungenau und umständlich, da die Zeitumstellungen in den Fahrplänen berücksichtigt werden mussten.

Und so wurde auf der Internationalen Meridian-Konferenz im Oktober 1884 in Washington D.C. die Erde in 24 Zeitzonen aufgeteilt – u. a. politisch begründet sind es heute sogar noch mehr. Auch wurde der Nullmeridian festgelegt, auf den sich alle Zeitzonen beziehen. Er entspricht dem Greenwich-Meridian und ist nach einem Londoner Stadtteil benannt. Hier gilt die sogenannte Greenwich Mean Time. In der Europäischen Union gehören viele Länder der Mitteleuropäischen Zeitzone an, was der Greenwich Mean Time plus einer Stunde entspricht (GMT +1). Heute orientiert sich die GMT übrigens an der UTC, der koordinierten Weltzeit. Diese wurde 1972 eingeführt und basiert auf der Messung hochpräziser Atomuhren. Da die Greenwich Mean Time eine UTC-Zeitverschiebung von +/− null hat, ist die Uhrzeit von GMT und UTC exakt gleich.

Da die Greenwich Mean Time ursprünglich als Zeitstandard galt, war es die eigentliche Aufgabe einer GMT-Uhr, zusätzlich zur Greenwich Mean Time die jeweilige Ortszeit anzuzeigen. Bei den ersten GMT-Uhren wurde daher einfach ein starrer zweiter Stundenzeiger montiert, der sich im festen Abstand zur Ortszeit konstant mitbewegte.

Oyster Perpetual GMT-Master II von Rolex

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Heute kann dank fortschrittlicher Uhrentechnik jeder Träger einer GMT-Uhr selbst entscheiden, zu welchen Zeitzonen er die Uhrzeit angezeigt bekommen möchte – der Name GMT ist jedoch geblieben. Für die Darstellung einer zweiten Zeitzone ist übrigens eine 24-Stunden-Anzeige wichtig, um zweifelsfrei entscheiden zu können, ob es beispielsweise in Tokio 9 Uhr morgens oder 21 Uhr abends ist.

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