Ein Diamant ist nicht gleich ein Diamant. Die „Könige der Edelsteine“ sind in Sachen Herkunft, Qualität, Größe und Preis so unterschiedlich wie Tag und Nacht. Umso wichtiger ist es, dass die Geschichte jedes Steins zu 100 Prozent nachvollziehbar ist.

Sie funkeln, sie strahlen, sie machen aus jedem Schmuckstück ein wahres Highlight. Diamanten können mit ihrer bloßen Erscheinung das Tüpfelchen aufs i setzen. Der Kauf eines solchen Edelsteins, den schon Marilyn Monroe zum besten Freund einer Frau erklärte, ist aber gar nicht so leicht: Es gibt große Qualitätsunterschiede, die den Wert maßgeblich beeinflussen und die für Laien nicht immer offensichtlich sind.

Birgit Hofacker: „Vertrauen ist das A und O“

Edelsteine kauft man nicht „von der Stange“ – denn eine solche Stange gibt es nicht. Schon beim Ankauf der Diamanten gilt äußerste Vorsicht. Oder eine besonders große Portion Vertrauen. „Vertrauen ist das A und O“, erklärt Geschäftsführerin Birgit Hofacker. „Wir beziehen unsere Diamanten bei unseren langjährigen Händlern in Deutschland und Antwerpen. Und das seit 35 Jahren.“

Aber warum ist Vertrauen so wichtig? Diamanten werden an speziellen Börsen gehandelt, so zum Beispiel in Antwerpen. Und hier dreht sich alles, wie an Wertpapierbörsen auch, um „Papiere“. Wer heutzutage Diamanten kaufen möchte, der bekommt die edlen Steine nicht gleich zu sehen. Alle Daten eines Diamanten finden sich auf einer Expertise, welche einsehbar ist. Auf diesem Dokument, einer Geburtsurkunde nicht ganz ungleich, steht alles, was es zu besagtem Stein zu wissen gibt: Gewicht, Reinheit, Farbe, Schliff, Abmessungen. Diese Expertisen werden von unabhängigen Instituten erstellt. Jede Expertise hat eine eigene, einzigartige und damit immer nachvollziehbare Nummer.

Wie läuft der Kauf eines Diamanten ab?

Das Institut GIA mit Sitz in New York versieht die begutachteten Steine per Laser mit besagter Nummer. Diese ist nur unter dem Mikroskop erkennbar. „Ich überprüfe diese Nummer und sehe mir die Steine natürlich zudem genau an“, sagt Birgit Hofacker. Das macht sie mit jedem einzelnen Stein, den die Goldschmiede Hofacker kauft. Wie ein solcher Kauf vonstatten geht, erklärt Hofacker anhand eines Kundenbeispiels.

„Einer unserer Kunden wollte einen Diamanten kaufen“, erzählt Birgit Hofacker. „Dieser sollte ein Gewicht von zwei Karat haben und von absolut allererster Güte sein.“ Einen solchen Stein bekommt man natürlich nicht einfach so, „also haben wir den Auftrag an unseren Diamanthändler weitergegeben. Der brauchte seine Zeit, ehe er den passenden Stein in Hongkong fand.“

Expertise begutachten, kaufen, noch einmal überprüfen

Und auch dann konnte der Kunde den Stein nicht einfach so begutachten. Die Expertise wurde angefordert und auf Herz und Nieren geprüft. Als klar war, dass dies genau der Stein war, den die Kundin haben wollte, wurde der Stein gekauft. Erst nachdem er in Koblenz nochmals eingehend überprüft worden war, wurde er letztlich an den Kunden ausgehändigt.

Erst Expertise begutachten, dann kaufen, dann noch einmal überprüfen: Diese Reihenfolge macht deutlich, warum Diamantenkauf Vertrauenssache ist.

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