Funkelnde Diamanten als Indexe oder auf der Lünette einer Uhr haben Sie sicher schon einmal gesehen. Aber wussten Sie auch, dass für den genauen Gang eines mechanischen Uhrwerkes Edelsteine sehr wichtig sind? Genannt werden sie Lagersteine.

Als Lager bezeichnet man bei einer Uhr kleine Bohrungen für die Zapfen des Räderwerks. Bei feinen und hochwertigen Armbanduhren werden die Bohrungen für schnell drehende Räder mit den sogenannten Lagersteinen verstärkt, um die Präzision der Uhr zu erhöhen. Denn die Lagersteine vermindern die Reibung und somit den Verschleiß.

Der aus Genf stammende Mathematiker und Astronom Nicolas Fatio de Duillier (1664 bis 1753) kam Anfang des 18. Jahrhunderts in London auf die Idee, die Zapfen einer Uhr in ein Material zu lagern, das härter ist als Quarz. Er wählte den Korund, ein Mineral, das nach dem Diamant als zweithärtester Edelstein gilt. Zur Familie der Korunde gehören Saphire und Rubine, die sich daher hervorragend als Lagersteine eignen. Früher verwendete man natürliche Edelsteine, heute kommen ausschließlich synthetisch hergestellte Rubine zum Einsatz, die optimal ihren Zweck erfüllen. Denn gegenüber natürlichem Rubin hat die Synthese eine völlig homogene Kristallstruktur, keine Einschlüsse und ist extrem abriebfest …

… und langweilig. Daher verwenden wir für unseren Schmuck ausschließlich natürliche Edelsteine. Denn jeder einzelne Stein ist ein Unikat und hat seinen ganz eigenen Charakter, welcher für uns die schönste Inspirationsquelle für Ihren Schmuck ist. Für Schmuck, der genauso individuell und einzigartig ist wie seine Trägerin.

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